Einst wirtschaftliches Zentrum der Provinz Ostpreußen, wurde die Stadt Königsberg durch britische Luftangriffe 1944 stark zerstört, Stadt und Region fielen bei Kriegsende an Russland. Wenngleich das deutsche Erbe der Region nur teilweise erhalten ist, wurde in den letzten Jahrzehnten vieles restauriert und ist nun mehr denn je einen Besuch wert. Dazu kommt die äußerst malerische weite Landschaft mit ihrer traumhaften Küste und den einst mondänen Badeorten wir Rauschen und Cranz. Nicht umsonst hat die UNESCO die Kurische Nehrung mit ihren Wanderdünen und Stränden zum Weltnaturerbe erklärt.

p.P. ab € 1290.00

Reisenummer 73379

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Zwei bedeutende Ereignisse rückten das ehemalige ostpreußische Königsberg (1255), heute heißt die Stadt Kaliningrad, in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Die 750-Jahr-Feier 2005 und die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland.
Die von Moskau abhängige Exklave Kaliningrad Oblast, umgeben von den EU- und NATO-Ländern Litauen und Polen, hat dabei von einem gigantischen Modernisierungsprogramm profi­tieren können. Dabei kam auch das deutsche Erbe nicht zu kurz.
Und das nächste Großereignis wird schon vorbereitet. 2024 jährt sich der Geburtstag des in Königsberg geborenen Philosophen Immanuel Kant (1724 - 1804) zum 300. Mal. Ein Erlass Putins erklärt die Pregelstadt zum Hauptveranstaltungsort der Feierlichkeiten.
Mit dem Bus erkunden wir das ehemalige Ostpreußen rund um Königsberg und haben am Ende einen kurzen Aufenthalt in Polen.

 

Programm

Mit dem Bus erkunden wir das ehemalige Ostpreußen rund um Königsberg und haben am Ende einen kurzen Aufenthalt in Polen.

1. Tag: Anreise nach Königsberg

Mittags Flug von Frankfurt nonstop nach Danzig in Polen, Transfer nach Kaliningrad in Russland über die Autobahn (Fahrzeit mit Grenzkontrollen ca. 3 bis 5 Stunden je nach Fahrzeug-Aufkommen). Abendessen im Hotel und Programm-Einführung durch das Reiseleiterteam.

2. Tag: Erkundung Königsberg

Zu Fuß und mit dem Bus entdecken wir das historische und moderne Königsberg. Wo einst die alten Speicher am Pregel standen, erstrecken sich heute die Kaianlagen „Zar Peter“ mit dem Marine Museum und neue Hotels, gefolgt von dem Neubauprojekt „Fischdorf“ und der wieder aufgebauten jüdischen Synagoge. Dazwischen die Kneiphof-Insel mit dem aus Ruinen erstandenen Dom und der Grabstätte des berühmten Philosophen Immanuel Kant. Auch das „Königsberger Schloss“ steht auf dem Programm, sowie das Denkmal der gefallenen Gardisten am Ordensring.
Unsere Mittagspause verbringen wir in einem russischen Spezialitäten-Restaurant in der Innenstadt. Nach der Stärkung geht es zu Fuß zum Platz des Sieges (Hansaplatz) vorbei am Schiller-Denkmal und einigen bestens restaurierten, repräsentativen Bauten des alten Königsberg. Wie kontrastreich die Architektur der Stadt ist, erleben wir am Nachmittag auf einer Fahrt entlang der Hufenallee zur Luisenkirche, vorbei an historischen Villenvierteln und einigen neuen russischen Luxuswohnprojekten.

3. Tag: Hafenstadt Pillau und Ostseebäder

Heute brechen wir zur Fahrt an die Ostseeküste auf. Unser erster Stopp ist Pillau/Baltisk, das heute den wichtigsten Flottenstützpunkt der russischen Marine darstellt. Weiter geht es nach Palmnicken/Jantarny, wo sich noch der weltweit einzige Bernstein-Tagebau befindet mit 90 % der Weltförderung. In Georgenswalde/Otradnoje schauen wir uns das Hermann-Brachert-Museum mit Werken des deutschen Bildhauers an.
Unsere Mittagspause legen wir im Kurort Rauschen/Svetlogorsk an der Steilküste ein. Auf dem Rückweg halten wir im aufstrebenden Badeort Neukuhren/Pionersk, wo die russische Regierung eine Sommerresidenz hat. Entlang der Promenade erleben wir die Ostsee, die auch zum Baden einlädt.

4. Tag: Die ehemalige „Festung Königsberg“

Morgens beginnen wir mit einem Besuch des deutschen General-Konsulats in Kaliningrad. Anschließend befassen wir uns mit der Festungsarchitektur der Stadt Königsberg/Kaliningrad. Von Bedeutung sind dabei die vielen noch erhaltenen Stadttore, Bastionen und Wallanlagen des inneren und äußeren Befestigungsringes der Stadt. Eines der 12 Forts schauen wir uns genauer an.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Es lohnen sich einige Museen, wie z.B. das Bernsteinmuseum im Dohna-Turm, das Bunker Museum an der Universität oder das Museum der bildenden Künste in der Börse. Oder verschaffen Sie sich eine neue Perspektive auf die Stadt bei einer Schiffstour auf dem Pregel.

5. Tag: Ostsee, Haff und Wanderdünen

Auf dem Weg zur Kurischen Nehrung begegnen wir zunächst eindrucksvoll der ostpreußischen Vergangenheit. Wir machen einen Stopp in Rudau/Melnikowo (Ruine der Ordenskirche) und Grünhoff/Roschtschino (Schloss des Generals Graf Bülow von Dennewitz). Auf der Nehrung statten wir der Feldstation der weltberühmten Vogelwarte von Rossitten/Rybachy einen Besuch ab. Bei einem ausgiebigen „Russischen Picknick“ im Wald (sehr komfortabel mit Bänken und Tischen) können wir uns anschließend stärken.
Je nach Wetterlage besteht die Möglichkeit zu einer kleinen Dünenwanderung zum Aussichtspunkt „Müller‘s Höh“ 44 m mit schönem Blick auf Haff und Ostsee. Alternativ Besuch des Nehrungsmuseums, dass in anschaulicher Weise die Schönheit aber auch die Gefahren der Kurischen Nehrung zeigt.

6. Tag: Fahrt nach Frauenburg in Polen

Wir verabschieden uns von Königsberg/Kaliningrad und machen uns auf den Weg nach Polen über die Landstraße am Frischen Haff entlang. Nachdem wir unser Hotel in Frauenburg/ Frombork erreicht haben, schauen wir uns den Ort an. Dabei fällt der Frauenburger Dom direkt ins Auge. Das architektonisch herausragende Bauwerk der ermländischen Bischöfe ist als Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus über die Grenzen Polens hinaus bekannt. Wie der Domherr und Astronom hier arbeitete, erfahren wir bei einer Führung durch das beeindruckende UNESCO Weltkulturerbe. Nach dem Abendessen schlendern wir noch ein wenig durch den Ort und lassen unsere Reise in einem Lokal am Hafen ausklingen.

7. Tag: Besichtigung Danzig und Rückreise

Gegen 8 Uhr Transfer vom Hotel nach Danzig. Bei einer Altstadtführung können wir uns einen Eindruck über den gelungenen Wiederaufbau von Danzig verschaffen. Alle wichtigen Sehenswürdig­keiten liegen rund um die neu entstandene Langgasse.
Der Bus bringt uns schließlich zum Flughafen Danzig. Am frühen Nachmittag fliegen wir nonstop zurück nach Frankfurt.

 

Wanderungen: 7 Tageswanderungen mit Tagesrucksack mit einer Streckenlänge von 10 bis 15 km und einem Höhenunterschied von 400 bis 650 Höhenmeter aufwärts und abwärts. Erforderlich ist Trittsicherheit für unebene, teils zugewachsene Pfade, Feld- und Waldwege sowie für unbefestigte Straßen. Es gibt keine gefährlichen Abschnitte.

Übernachtungen: In Königsberg/Kaliningrad wohnen wir zentral im 3-Sterne-Hotel Tourist am Oberteich. Neben der günstigen Lage bietet das Hotel moderne Zimmer mit eigenem Bad und freies WLAN. Die Übernachtung in Frauenburg/Frombork in Polen verbringen wir im zentral gelegenen 3-Sterne-Hotel Kopernik.
Verpflegung: Halbpension. Während unseres Aufenthalts in Königsberg/ Kaliningrad genießen wir das Frühstück (Büffet) und an 4 Tagen das 3-Gang-Abendmenü im Hotelrestaurant. Am Mittag des 5. Reisetages serviert uns die bekannte Kaliningraderin „Marina“ auf der Nehrung statt des Abendessens im Hotel ein ausgiebiges „Russisches Picknick“ im Wald, komfortabel mit Tischen und Bänken und mit einer großen Auswahl an kalten und warmen Speisen sowie Getränken. Das Hotel Kopernikus in Frauenburg/Frombork bietet uns ein gutes Abendessen und ein sehr leckeres Frühstück.

 

Leistungen

  • 6 Übernachtungen, davon 5 im 3-Sterne-Hotel Tourist in Kaliningrad/Königsberg (Russland) und 1 im Hotel Kopernik in Frauenburg/Frombork (Polen)
  • 6x Frühstück, 5x Abendessen und 1x reichhaltiges „Russisches Picknick“
  • Linienflug mit Lufthansa nonstop von Frankfurt nach Danzig und zurück
  • Ausflüge und Flughafen-Transfers laut Programm mit einem modernen Reisebus
  • Eintrittsgelder (Dom, Weltmeeresmuseum, Miniaturpark, Fort Nr. 11, Vogelwarte Rossitten, Bernsteintagebau, Brachertmuseum, Frauenburger Dom mit Führung)
  • Naturschutzgebühren Kurische Nehrung
  • Deutschsprachige russische Reiseleitung ab/bis Flughafen Danzig, zusätzliche Begleitung durch eine deutsche Königsberg-Kennerin
  • Unterstützung bei der Beschaffung des kostenfreien Visums (Kaliningrad)

Nicht im Reisepreis enthalten:

  • Rail&Fly-Ticket Flughafen Frankfurt und zurück (75 €) oder Zubringerflug (Aufpreis auf Anfrage)
  • 5x Mittagessen und 1x Abendessen, Getränke
  • Trinkgelder

Anreise:

Die Flug-Anreise ist im Reisepreis inbegriffen, Abflughafen ist Frankfurt (andere Abflughäfen auf Anfrage, nach Verfügbarkeit buchbar, gegebenenfalls mit Aufpreis). Ein Rail&Fly-Ticket zum Flughafen Frankfurt und zurück kann für 75 € gebucht werden.

Reiseleitung: 

Andrej Portnjagin: Qualifizierter (Hochschul-Studium) und erfahrener deutschsprachiger Reiseleiter, gebürtig aus Kaliningrad, während der gesamten Reise ab/bis Flughafen Danzig.
Ausarbeitung der Reise und Begleitung durch die aus Königsberg stammende freie Bildjournalistin (DJV) Janne Neuman.

Reisekonzept und alle Fotos der Ausschreibung: © Janne Neuman

Hinweise

Reisedauer (in Tagen): 7
Schwierigkeitsgrad (Leicht 1 - 5 Anspruchsvoll): 1
Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.
Mindestteilnehmerzahl: 15
Maximalteilnehmerzahl: 25
Hinweis: Es besteht ein Absagevorbehalt bei Nichterreichen der jeweiligen Mindestteilnehmerzahl bis zum 21. Tag vor Reisebeginn.

Veranstalter: Lupe Reisen, Grabenstr. 2, 53844 Troisdorf

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